Die Marianne-Strauß-Klinik (MSK) in Berg erweitert ihr Engagement in der medizinischen Ausbildung: Künftig ist die Klinik, so wie bereits die Benedictus-Krankenhäuser Tutzing und Feldafing, Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München (TUM). Mit der neuen Zusammenarbeit rücken universitäre Lehre, klinische Praxis und medizinische Forschung noch enger zusammen. Für die Fachklinik für Multiple Sklerose und verwandte Erkrankungen ist dies ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung als moderner Klinik- und Ausbildungsstandort.
Im Mittelpunkt der Kooperation steht die praxisnahe Ausbildung angehender Ärztinnen und Ärzte. Studierende erhalten die Möglichkeit, einen Teil ihrer medizinischen Ausbildung direkt im klinischen Alltag zu absolvieren und dabei wertvolle Erfahrungen in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu sammeln. Die Ausbildung erfolgt standortübergreifend in Berg und Tutzing und und ermöglicht den Studierenden Einblicke in unterschiedliche Bereiche der neurologischen Patientenversorgung. Gemeinsam mit dem Benedictus-Krankenhaus Feldafing bilden die Kliniken ein eng vernetztes neurologisches Kompetenznetzwerk innerhalb des Artemed Klinikverbunds am Starnberger See. Davon profitieren nicht nur die Studierenden, sondern die Zusammenarbeit fördert auch den fachlichen Austausch zwischen den Standorten und trägt dazu bei, die neurologische Versorgung in der Region gemeinsam weiterzuentwickeln.
„Die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München ist für unsere Klinik ein bedeutender Meilenstein und ein starkes Zeichen für die Qualität unserer medizinischen Arbeit. Wir freuen uns sehr, künftig noch mehr Verantwortung für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses zu übernehmen. Gerade die Verbindung aus hochspezialisierter neurologischer Versorgung, persönlicher Betreuung und universitärer Lehre macht die Marianne-Strauß-Klinik zu einem besonderen Ausbildungsort“, sagt Christin Kattla, Klinikleiterin der Marianne-Strauß-Klinik.
„Mit der neuen Kooperation stärken wir nicht nur die Marianne-Strauß-Klinik als Ausbildungsstandort, sondern auch die Zusammenarbeit innerhalb unseres Klinikverbunds am Starnberger See. Die enge Vernetzung der Standorte in Berg, Tutzing und Feldafing bietet uns die Möglichkeit, unsere medizinischen Kompetenzen noch stärker miteinander zu verbinden und gleichzeitig attraktive Perspektiven für den ärztlichen Nachwuchs zu schaffen“, erklärt Dr. Max von Holleben, Geschäftsführender Direktor der Artemed,
Ein zentraler Bestandteil des neuen Ausbildungsangebots ist das Praktische Jahr (PJ), das an der MSK vergütet wird. Das Angebot richtet sich an Medizinstudierende aller Universitäten, die entsprechende Ausbildungsabschnitte in der Klinik absolvieren möchten. Dabei werden sie eng von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten begleitet und erhalten unmittelbare Einblicke in die Behandlung und Betreuung von Menschen mit chronischen neurologischen Erkrankungen. So können sie ihre theoretischen Kenntnisse vertiefen und praktische Erfahrungen in einem spezialisierten medizinischen Umfeld sammeln.
Von der engeren Anbindung an die Universität verspricht sich die Klinik zugleich neue Impulse für die medizinische Forschung. Wissenschaftliche Erkenntnisse können noch stärker mit den Erfahrungen aus der täglichen Patientenversorgung verknüpft und so langfristig zur Weiterentwicklung neurologischer Behandlungsmöglichkeiten beitragen.
Für die Marianne-Strauß-Klinik hat die Kooperation darüber hinaus eine wichtige Bedeutung für die Nachwuchsgewinnung. Studierende lernen die Klinik, ihre Fachbereiche und die Menschen hinter der medizinischen Versorgung bereits während ihrer Ausbildung intensiv kennen. Daraus können sich langfristige Perspektiven ergeben, beispielsweise durch einen späteren Einstieg als Assistenzärztin oder Assistenzarzt.
„Die Kooperation bietet uns die Chance, Forschung, Lehre und Patientenversorgung noch enger miteinander zu verzahnen. Gleichzeitig möchten wir jungen Medizinerinnen und Medizinern zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll die Arbeit in der Neurologie ist und sie im besten Fall auch langfristig für unsere Klinik begeistern“, so Prof. Dr. Kleiter, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der MSK.
Mit der neuen Rolle als Lehrkrankenhaus investiert die Marianne-Strauß-Klinik damit nicht nur in die Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte, sondern auch in die langfristige Sicherung einer hochwertigen neurologischen Versorgung in der Region.

