Marianne-Strauß-Klinik
Milchberg 21
82335 Berg

T08151 261-0, F -955

Blutwäsche bei MS - Immunadsorption und Überwachungseinheit

Die Immunadsorption eröffnet neue Perspektiven bei schweren Schüben, die nicht auf eine hochdosierte Cortisontherapie ansprechen: so können wir bei über der Hälfte der Betroffenen dennoch eine deutliche Verbesserung erreichen. Bei der Immunadsorption geht es darum, Ihre akute entzündliche Krankheitsaktivität durch eine Art „Blutwäsche“ (auch Apherese genannt) zu unterbrechen. Bei dieser Art von Blutbehandlung wird das Adsorptionsverfahren (adsorbieren = an eine Oberfläche binden) angewendet, bei dem schädliche Antikörper aus dem Blutkreislauf entfernt werden.

Bewährt und nebenwirkungsarm

Die Apherese wird bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Von den meisten Patienten wird sie als schmerzfrei und nebenwirkungsarm empfunden, nur wenige klagen über Begleiterscheinungen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Bei einer Apherese wird Ihr Blut von bestimmten Eiweißstoffen (gegen das Nervensystem gerichtete Antikörper) sowie von anderen Eiweiß-Komplexen gereinigt. Im Anschluss wird Ihr gereinigtes Blut vollständig in den Körper zurückgeführt. Es kommt also weder zu einem Blutverlust, noch werden fremde Blutbestandteile verwendet. Damit das Blut außerhalb des Körpers nicht gerinnt, wird es während der Behandlung mit einem Hemmstoff, in der Regel Heparin, versetzt.

Ihr Experte: Oberarzt Dr. Wolfgang Feneberg

„Mit der Immunadsorption können wir schweren Schüben Einhalt gebieten – Ihre Sicherheit ist dabei gewährleistet."

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Patientenaufnahme
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Wenn Sie sich fragen, ob eine stationäre Behandlung für Sie oder Ihren Angehörigen geeignet ist, kontaktieren Sie uns gerne. Wir beraten Sie vertraulich zu Ihren Behandlungsmöglichkeiten in der Marianne-Strauß-Klinik.

Die Rahmenbedingungen sind entscheidend

Mit einer Immunadsorption sollte in den ersten sechs Wochen nach erstmaligem Auftreten der akuten Verschlechterung begonnen werden. Sie sollten außerdem beachten, dass die Wirkung einer Immunadsorption nur ca. sechs bis acht Wochen anhält, bevor es zu einer erneuten überschießenden Produktion von Entzündungseiweißen kommen kann. Wir bieten Ihnen daher an, im Anschluss eine immunologische Therapie in die Wege zu leiten. Begleitend dazu unterstützen wir Sie vom ersten Tag an mit dem gesamten Spektrum der symptomatischen Therapie an und nehmen Ihre persönlichen Ziele wie z. B. eine Verringerung von Schluckbeschwerden oder die Stärkung der Psyche ins Visier. Für chronische Verläufe oder zur Schubvorbeugung ist die Immunadsorption eher nicht geeignet.

Die Überwachungseinheit: mehr Sicherheit in kritischen Phasen

Monitor in der Intensivmedizin

Sollten Sie eine überwachungspflichtige Immuntherapie erhalten oder aufgrund einer akuten Begleiterkrankung einer besonderen Fürsorge bedürfen, können wir Sie auf unserer Überwachungseinheit optimal betreuen. In der Marianne-Strauß-Klinik stehen insgesamt vier Überwachungsbetten zu Verfügung: Ärzte und Pflegekräfte überwachen dort kontinuierlich Ihre „Vitalwerte“ wie Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung oder Atmung. Sollte jedoch eine intensivmedizinische Überwachung oder eine Beatmung notwendig werden, verlegen wir unsere Patienten – nach Absprache – in andere spezialisierte Kliniken.

Weiterführende Informationen

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