Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke gemeinnützige GmbH
Logopädie
ASC7341Hauptziel  der logopädischen Therapie ist die Verbesserung und Erhaltung der Kommunikationsfähigkeit des Patienten in seinem Alltag (beruflich und/oder zu Hause) und die Vermeidung von Komplikationen durch Schluckstörungen.
Behandlung von Sprech-, Stimm-, Atem- und Schluckstörungen:
  • Phonation ( Stimmklang heiser, nasal, zittrig, leise oder zu laut)
  • Atmung ( kurzatmig, flach, schnappend, unkoordiniert)
  • Sprechmelodie (monoton)
  • Artikulation (undeutliche, verwaschene Aussprache)
  • Facialisparesen
  • Schlucken (Räusperzwang, Hustenreiz bei oder nach der Nahrungsaufnahme; häufiges Verschlucken)
Die Diagnostik wird individuell und umfassend durchgeführt. Insbesondere bei klinischen Hinweisen auf Schluckstörungen werden zur Unterstützung endoskopische Untersuchungen des Schluckaktes videometrisch erfasst. Dadurch kann eine differenzierte Beratung und Therapieempfehlung mit den Patientinnen und Patienten besprochen und durchgeführt werden.

 

Therapieziele
  • Optimierung der häufig beeinträchtigten Sitz- und Kopfhaltung,
  • Verbesserung der Atmung
  • Aktivierung der Bauchatmung mit Zwerchfellbeteiligung
  • Übungen zur Verlängerung von Ausatemphase und Tonhaltedauer
  • Stimm- und Stimmkräftigungsübungen
  • Übungen zur Verbesserung der Artikulationsmotorik (Lippen und Zunge)
  • Artikulationsübungen für bestimmte Laute und Lautverbindungen (z.B.  beim Wort „Straße“  das „STR“)
  • Verbesserung eines verzögerten Schluckreflexes (durch Eisstimulation und gleichzeitiger Verbesserung der Gaumensegelbeweglichkeit)
  • Aktivierung und Kräftigung der Schluckmuskulatur
  • Erlernen verschiedener Schlucktechniken
  • Beratung über diätetische Maßnahmen bei Schluckstörungen
  • Übungen zur Verbesserung der mimischen Muskulatur (z.B. Stirn runzeln, Nase rümpfen, Augen zwinkern)
  • Beratung Angehöriger (wenn gewünscht und möglich)